4. Bauwoche

Platten + Helling Rumpf

 
 
Anfang der Woche wurden die beiden Rumpfplatten an der Kielnaht zusammengefügt.
Hierfür legten wir beide Platten übereinander und fixierten sie unten mit Draht, damit sie beim Aufklappen nicht auseinander gehen. Dann wurden sie in ihre Ständer gelegt, anhand entsprechender Kielwinkel ausgerichtet und längs mit Leisten in ihrer Position fixiert.
 
Nun konnte es an’s Verkleben gehen.
 

Die Kielnaht wurde von innen und außen jeweils mit einem großen und einem kleinen Streifen Glasgewebe verklebt.
 

Sich auszubildende Luftblasen im Lamitnat wurden mit einem Sandsack beschwert, damit das Gewebe an den Rumpf gepresst wird.
 

Da durch den spitzen Winkel im Kielbereich recht viele Blasen entstanden sind, mussten auch entsprechend viele Sandsäcke gefüllt werden.
 
Nach dem Aushärten konnten wir den Rumpf wieder von der Helling runternehmen und die Deckskontur ausschneiden, damit man die Platten in ihre endgültige Form bringen kann.
Zuerst mussten wieder einmal alle Punkte aus dem Plan auf die Helling übertragen werden, um sie dann mit geeigneten Hilfsmitteln zu einer gestraakten Linie zu verbinden.
 

Nach 10 Minuten Säge schwingen und Kanten entgraten war alles soweit um den ersten Rumpf in die Helling zu drücken.
 

Trotz knarzen und knacken am Anfang, das Ding musste da rein.
 
Mit etwas Gefühl und flächigem Zusammendrücken des Stevens verlief alles nach Plan.
Nach der ersten Probe mussten die Aussparungen der Helling noch ein wenig nachgearbeitet und der Steven mit angedicktem Epoxy bestrichen werden. Dann ging der Rumpf wieder zurück in die Helling.
Nach dem Ausrichten musste der noch aufklaffende Steven mit einigen Zwingen zusammengefügt werden.
 

Nachdem alles fixiert war kam Erleichterung auf, jedoch blieb eine gewisse Skepsis ob auch wirklich alles so 100% gerade ist wie es sein soll.
 
Zuallerletzt wurden noch Spiegel, Hauptspant und die Schablone für die Deckswölbung aufgetrgen, ausgesägt und zusammengeklebt.
 

Advertisements

5 Antworten zu “4. Bauwoche

  1. Die Bilder sind besser als in der Anleitung. Das Beschweren mit den kleinen Sandsäcken ist nötig. Das Problem trat bei mir auch auf. Ich musste dann die Blasen abschleifen und neu laminieren. Die Anleitung gibt keinen Hinweis. Naja dafür geht der Bau des zweiten Rumpfes in der Hälfte der Zeit.

  2. Zur Helling würde mich interessieren, ob der Kiel überall bei Euch in den jeweiligen Aussparungen aufliegt, dies war bei mir nicht der Fall. Ich habe mich etwas darüber gewundert, insbesondere im Bugbereich hing er in der Luft und dann faktisch lag er nur an 2 Stellen auf?

  3. Statt mit der Stichsäge lassen sich die Teile auch per CNC-Fräse schnell herstellen und mit hoher Präzision. Man braucht aber entsprechende Arbeitsbereiche, ich konnte über 3 x 4 m verfügen, was die Sache sehr einfach gemacht hat. Gefräst wurden die Rumpfschalen entgegen dem Vorschlag nicht aus 3 Teilen, sondern aus 2 Teilen ca. 2 m und 3,20m, wobei Platten verwendet worden sind, die bereits eine Schäftung hatten. Alles passte so wunderbar zusammen und musste nur noch verklebt werden. DIe Klebenaht der Schäftung ist dabei fast nicht zu erkennen und die Funierlinien des Holzes sehen wir durchgehend aus.

    Mich würde interessieren an welchen Stellen Ihr die Helling nacharbeiten musstet. Meines Erachtens dürften an diesen Stellen die Pläne etwas fehlerhaft sein. Ich hatte das Probleme im Bugbereich [musste etwas dicker ausgesägt werden] und dann bei den Aussparungen im Kielbereich der Helling. Zudem muss für das Einpassen der Püttinge im Bugbereich ein entsprechender Ausschnitt [3 cm x 3 cm, wo diese durch den Balkweger herausgeführt werden] erfolgen. Püttinge und Verstärkungsplatten sind nicht als Zeichnung im Plan aufgeführt. Ich habe diese aus dünnem Edelstahl fertigen lassen, welche ich auf die Verstärkungen mit Epoxyd geklebt habe, nachdem ich die Platten mit dem Exenterschleifer angerauht habe [klebt wunderbar] . Vorschlag von Herrn Harcke war Aluminium. Die Verstärkungsplatte ist abgewinkelt [90 Grad 1 cm breit] und kann so unterhalb des Balkwegers eingepasst werden. Sie enthält Bohrungen, durch die die Schrauben nach außen geführt werden können.

    Am Ende staunt man aber, dass sich eine schöne gewölbte Rumpfform ausbildet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s