Die Entstehung der Ruderblätter

 
 
Das Ziel einer neu entworfenen Ruderanlage kommt immer näher.
In den letzten Tagen haben sich wieder einmal einige Sachen getan.
Vor ein paar Wochen bestanden unsere Ruder erst aus einem geradlinigen Schaumkern, den wir mit unserem Heißdraht ausgeschnitten haben.
 
Um dieses noch einmal revue passieren zu lassen:
 
 
Im weiteren Verlauf des Geschehens haben die beiden Ruderblätter noch einen kleinen Anhang bekommen.
An der unteren Kante haben wir noch ein elliptisches Profilstück angeklebt, um die Strömungsbedingungen ein wenig zu verbessern.
Die Oberkanten wurden in Form des späteren Ruderschafts gebracht und an den Kanten verrundet.
 
Die Übergänge an den Klebeflächen und kleinere Dellen im Schaum mussten noch verspachtelt werden. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass der Spachtel bzw. dessen Härter kein Styrol enthält, da dieser Stoff Materialien die mit Styro- anfangen auflöst. Die Erfahrung durften wir leider auch an unserem eigenen STYROdur Schaum machen. Epoxydspachtel hat dem dann aber noch abgeholfen.
 
Nachdem dann alles soweit vorbereitet war, haben wir die Schaumkerne wieder in die übrig gebliebenen Schaumhälften gelegt, damit sie überall aufliegen können.
 

Damit das auflaminierte Gewebe beim umdrehen der Blätter nicht wieder verrutscht oder sich von dem Kern ablöst, haben wir immer auf der ersten Seite den kompletten Lamitasaufbau + Vakkumaufbau aufgebracht. Dann oben die anderen beiden, vom Heißdrahtschneiden übrig gebliebenen, Hüllen oben auf gelegt und alles umgedreht.
 

Hat das Umdrehen erfolgreich geklappt, ohne das etwas runter gefallen ist, wird die andere Seite laminert.
Zwischen der ersten 0/90 Lage und der Deckschicht aus Spread-Tow-Gewebe, welches man auf dem letzten Bild sehr schön sehen kann, haben wir noch ein mit Knete gefülltes Gewindeinlay eingeklebt, an dem später ein kleiner Gummistopper angeschraubt wird der verhindert, dass das Ruder durch den Schaft rutscht.
Das Inlay ist mit Knete gefüllt, damit es während dem Laminiervorgang nicht mit Harz voll läuft. Diese muss hinterher natürlich mühselig wieder raus gekratzt werden.
 
 

Und hier liegen sie nun kuschelig eingewickelt in Fleece und in ihrem Sack verpackt unter Vakuum, damit das Gewebe überall angedrückt wird und das überschüssige Harz abgesaugt werden kann.
 
Mal sehen wie sie werden …
 
.
Advertisements

Eine Antwort zu “Die Entstehung der Ruderblätter

  1. Ich bin total begeistert von euren Ideen und eurer Arbeit und hoffe natürlich auch, dass diese Ruderblätter sich beim Segeln so beweisen wie erwünscht! Also ich würd wohl gerne welche in Auftrag geben!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s