Herstellung eines Tauwerkschäkels

Wie macht man einen Schäkel aus Dyneema?

 
Tauwerkschäkel sind im Gegensatz zu normalen Schäkeln aus Metall sehr vorteilhaft. Sie sind ca. 10 mal leichter und das Dyneema weist mit 3 – 4 kN/mm² eine deutlich höhere Zugfestigkeit auf.
Man kann sie sich zwar teuer käuflich erwerben, aber wenn man ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld hat, klappt es auch mit der eigenen Herstellung ganz gut.
 

Was braucht man alles für so einen Schäkel?

In diesem Fall wurde ein Schäkel aus 5mm Dyneema geknotet, der einen inneren Kreisdurchmesser von ungefähr 6 cm aufweist.
 
 

Man braucht etwar 80cm Dyneema, ein scharfes Messer, einen passenden Fid (spezielle Spleißnadel) oder Ähnliches und einen Marker. Zum schneiden des Dyneemas erst die zu schneidende Stelle abtapen und dann schneiden um ein ausfransen der Enden zu vermeiden.
 

Als erstes markiert man sich die Mitte, hier wird die Spleißnadel angesetzt.
In der Mitte ensteht schlussendlich die Schlaufe durch die der Knoten gesteckt wird.
 

Zuerst muss man das Geflecht durch Zusammenschieben ein wenig weiten, damit man mit der Spleißnadel ungehindert hindurch kommt.
Die Nadel wird bei der markierten Mitte eingeführt und bei einer weiteren Markierung, ca. 15 -16 cm vom Ende, wieder ausgeführt. Hierbei ist darauf zu achten, dass man immer zwischen den einzelnen Fasersträgen bleibt und nicht durch sie hindurch sticht.
 

Das andere Ende wird nun mit Tape an der Spleißnadel befestigt und durchgezogen.
Isolierband eignet sich sehr gut um einen glatten Übergang zwischen Nadel und Tape zu bekommen, was verhintert dass man mit eventuellen Kanten in den Fasern hängen bleibt.
 

Hat man alles durchgezogen, steckt man am besten die Spleißnadel durch die Schlaufe und zieht sie fest, wodurch alles gegen Durchrutschen gesichert ist und später ein fester Sitz am Knoten gewährleistet wird.
 

Auf der anderen Seite tritt bei der Markierung der Kern aus dem Mantel aus und man hat optimaler weise zwei gleich lange Seilenden, die nur noch zu einem sogenannten Diamantknoten verknotet werden müssen.
 
( !! Eine Anleitung zum Knoten folgt !! )
 

Hat das Verknoten erfolgreich geklappt, sollte alles in etwa so aussehen.
Die überstehenden Stückchen werden erst einmal noch ein paar Segeltörns dran gelassen, da sich der Knoten dann noch verfestigt. Danach können sie dann noch einmal nachgezogen, direkt am Knoten abgeschnitten und mit einander verschmolzen werden.
 
 
 
 
Hält man den Mantel locker fest und zieht den Kern ein Stück hinaus, öffnet sich die Schlinge und man kann den Knoten hindurchstecken.
Streift man den Mantel wieder über den Kern, schließt sie sich wieder und der Schäkel ist einsatzbereit und kann mit bis zu 2 Tonnen belastet werden.
 

Vorteile:

 
-> man kann sie selber machen
-> sehr leicht und stabil
-> ruft keine Beschädigungen bei Schlackern hervor
-> schwimmt, da geringere Dichte als Wasser
-> lassen sich auch nach höchster Belastung sehr einfach wieder öffnen
 
 

Nachteile:

 
-> sie mögen keine eckige, scharfe Kanten
 
 
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